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  Radioaktivität in Haus / Wohnung

Radioaktivität ist ein natürliches Phänomen, das den Menschen seit Urzeiten begeleitet. Die natürliche Radioaktivität besteht im Wesentlichen aus der kosmischen Höhenstrahlung und der radioaktiven Erdstrahlung. Daneben nehmen wir alle radioaktiver Stoffe auf - über Luft, Nahrung und evtl. über medizinische Anwendungen.

Wir untersuchen die Äquivalentdosisleistung in µSv/h. Es muß darauf geachtet werden, daß die natürliche Dosis Radioaktivität langfristig nicht überschritten wird. Die Natur ist - nicht nur hier - der Maßstab aller Dinge.

Radioaktivität in der Natur

 
Quellen: Wasseradern, Brüche, Spalten, Verwerfungen

Die Messung der aus der Erde stammenden Radioaktivität ist - ebenso wie die Messung des Erdmagnetfeldes - ein sicherer Indikator für geologische Störzonen.

Über geologischen Anomalien (Wasseradern, Spalten, Brüchen etc.) verändert sich allgemein auch die Radioaktivität bzw. das Magnetfeld der Erde. Nach unseren Erfahrungen ist bei Wasseradern in der Regel mit einer Absenkung der Messwerte zu rechnen. Brüche, Spalten und Verwerfungen weisen meist eine deutliche Erhöhung der Messwerte aus.

Für die Messung der Radioaktivität sind hier keine normalen Geigerzähler anwendbar, dafür sind empfindliche sogenannte Szintillationszähler notwendig. Der Einsatz des Szintillationszählers ermöglicht die messtechnische Untersuchung von Bauplätzen auf geobiologisch markanten Störzonen.

Der Szintillationszähler ist der Grundbestandteil aller nuklearmedizinischer Geräte. Er besteht aus einem Szintillationskristall (NaJ mit einer geringen Menge Thallium) und einem optisch gekoppelten Photomultiplier (PMT, "Sekundärelektronenvervielfacher" SEV).

Diese Messgeräte werden auch in der geologischen Wissenschaft und im Untertagebau bevorzugt eingesetzt. Mit diesen - sehr teuren - Geräten wurden schon etliche Quellen bzw. Wasseradern in aller Welt gefunden und erschlossen. Pioniere wie Jakob Stängle oder Dr. Armin Bickel stehen für solche erfolgreichen Untersuchungen mit Szintillationszählern.
 

Radioaktivität aus Baumaterialien

 
In über 90% aller Häuser bzw. Wohnungen wird eine höhere Strahlenbelastung gemessen als im Freien. Je nach Herkunft der Materialien wird - z.B. durch die verwendeten Ziegelsteine - ein deutlich höherer Strahlungspegel in Gebäuden verursacht. Auch bei Schlacken und Chemiegips werden deutlich erhöhte Strahlungswerte gemessen. Ebenso an Fliesen, wenn die Glasur aus uranhaltigen Salzen gefertigt wurde.

Wenn man die natürliche Umgebungsstrahlung der Erde als Maßstab nimmt, wird die Strahlung in Häusern und Wohnungen durch folgende Baumaterialien zum Teil erheblich erhöht (Werte unter null zeigen eine abschirmende Wirkung an).

Holz, Kalk -53%  bis  0%  
Sand, Kies, Naturgips, Kalksandstein -35%  bis  2%  
Zement, Putze, Beton, Gasbeton -22%  bis  15%  
Ziegelsteine, Dachpfannen, Decken 15%  bis  56%  
Klinker, Fliesen 15%  bis  115%  
Chemiegips 25%  bis  220%  
Schiefer, Granit (nicht alle Arten) 35%  bis  260%  
Hüttensteine, Bimssteine, Schlackensteine 60%  bis  330%  
Basalt, Tuff 45%  bis  450%  
Schlacken, Industrieabfälle, Aschen 80%  bis  530%  
Antiquitäten, alte Glasuren, Uhrenleuchtziffern    400%  bis  45000%  (!)
 
Radon

 
Das natürliche radioaktive Edelgas dringt aus dem Erdreich in Häuser ein oder entsteht im Haus durch radioaktive Baustoffe.

Ursachen radioaktiver Belastung

 

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